„Bei der Frage der Ausweisung eines Biosphärenreservates im Südharz hat die Kreativität der Ausreden eine neue Dimension erreicht“, kritisiert der Landtagsabgeordnete Dirk Adams (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) die Äußerungen des Thüringer Umweltministeriums. „Das ausgerechnet die seit Jahren bekannten Flächendefizite in den bereits ausgewiesenen Biosphärenreservaten in der Rhön und im Vessertal für die Versagung des laut Koalitionsvertrag bis Ende 2012 einzuleitenden Diskussionsprozesses zur Einrichtung eines Biosphärenreservates im Südharz herhalten müssen“, soll laut Adams von der Tatenlosigkeit der Landesregierung ablenken.
Nach Adams reiche es zudem nicht die Einrichtung einer Verwaltung als Versagungsargument anzuführen: „Mit Anerkennung des Biosphärenreservates „Karstlandschaft Südharz“ in Sachsen-Anhalt arbeitet dort eine fachkompetente und engagierte Verwaltung. Es ist eine Frage der politischen Bereitschaft, mit dieser in Kontakt zu treten, um Fragen der Zusammenarbeit zu klären“, so der Abgeordnete weiter.
Er fordert den Umweltminister auf, den im Koalitionsprozess vereinbarten Diskussionsprozess ehrlich mit den betroffenen Kommunen zu diskutieren: „Ohne etwas getan zu haben sieht das Ministerium derzeit keine Chancen. Das Ministerium scheint damit die Ergebnisse vorweg nehmen zu wollen, statt die Potenziale für Wirtschaft, Umweltschutz und Tourismus überhaupt kommuniziert zu haben.“
Die Thüringer Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen Antrag zur "Entwicklung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz in Thüringen" (Drucksache 5/5188) eingereicht, der in der Dezember-Sitzung des Landtages beraten wird. "Wir fordern die Thüringer Landesregierung auf, die Ausweisung des Biosphärenreservates auf thüringischer Seite endlich auf den Weg zu bringen“, schließt Dirk Adams.
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