Dirk Adams: Politik scheut sich bislang vor konsequenten Regelungen
Nachdem ein Mann in Nordthüringen seine Frau erschossen hat, fordert die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Revision im Waffenrecht.
„Zu häufig sterben in Deutschland Menschen durch Schusswaffen und oft wird in derartigen Fällen darauf hingewiesen, dass die Täter keinen Waffenschein besaßen oder unreif für den Waffengebrauch waren. Jetzt aber hat sich gezeigt, dass Schusswaffen auch in der Hand erfahrener Schützen zu Mordwerkzeugen werden können“, sagt Dirk Adams, innenpolitischer Sprecher der bündnisgrünen Fraktion. „Für mich ist es unbegreiflich, dass der Besitz von Waffen für viele zur Normalität geworden zu sein scheint.“
„Bis heute verweigert sich eine Mehrheit in der Politik mit dem Hinweis auf sportliche oder berufliche Tätigkeiten der Waffenbesitzer konsequenten Regelungen“, sagt Adams. Dabei seien die Muster bei Delikten mit Schusswaffen häufig ähnlich: unzureichende Sicherung der Waffen und leichte Verfügbarkeit von Munition. Adams: „Ich finde, Waffen sollten in besonderen Räumen, beispielsweise in Sportstätten, aufbewahrt und nur für eng begrenzte Zwecke und Zeiträume ausgehändigt werden. Dass Waffen und Munition gemeinsam in Privatwohnungen aufbewahrt werden, sollte komplett verboten sein.“
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