07.03.2011

Energiesparen ist das Motto der Stunde

Foto: Abgeordnetenbüro Dirk Adams
Foto: Abgeordnetenbüro Dirk Adams

Dirk Adams besucht REHA-Zentrum und Kyffhäuser-Therme in Bad Frankenhausen

Am heutigen Montag (07.03.) hat Dirk Adams die Kurstadt Bad Frankenhausen am Fuße des Kyffhäusers besucht. Im REHA-Zentrum der Deutschen Rentenversicherung Bund informierte sich der bündnisgrüne Landespolitiker insbesondere über das technische Konzept der Einrichtung.

Der Rehabilitationsklinik mit 196 Betten wurde erst im Februar 2011 das Qualitätssiegel "Energie sparendes Krankenhaus" des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein weiteres Mal zuerkannt. Grund ist der Einsatz einer großflächigen Sonnenwärmeanlage (640 qm), die sowohl zur Warmwasserbereitung als auch für die Heizungsunterstützung eingesetzt wird. Hinzu kommen eine energiesparende Beleuchtung sowie hocheffiziente Wasserspar- und Pumpentechnik. Mit dem realisierten Technikkonzept liegt der Gesamtenergieverbrauch damit um mehr als 20% unter dem vergleichbarer Kliniken.

Der technische Leiter Ulf Heckert kann heute eine positive Bilanz ziehen. Seit 2005 habe man Erfahrungen sammeln und die Gesamtanlage in einzelnen Bestandteilen optimal aufeinander abstimmen können. Mit einem hohen Wärmebedarf sowohl im Sommer als auch im Winter habe man die besten Voraussetzungen für die großflächige Nutzung von Solarwärme, meint der gelernte Handwerksmeister.

Dirk Adams möchte, dass das beispielhafte Engagement des REHA-Zentrums weiter Schule macht. Die Klinik ist bisher die einzigste ausgezeichnete Einrichtung in Thüringen und das ist dem energiepolitischen Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN noch viel zu wenig. Er appelliert daher an andere Krankenhaus-Betreiber Thüringen, sich mit den Kriterien des "Energie sparenden Krankenhauses" zu beschäftigen und sich beim Bund für Umwelt und Naturschutz mit ähnlich guten Konzepten zu bewerben.

 

Beim Besuch der Kyffhäuser-Therme kam es anschließend zu einer Begegnung mit Bürgermeister Matthias Strejc, dem Geschäftsführer Thomas Knorr und dem technischen Leiter Dieter Blumentritt. Bei der hohen Bäderdichte Thüringens war es für Dirk Adams besonders wichtig, sich eine aktuelle Einschätzung vor Ort zu holen.

Aufgrund natürlicher Solequellen am Rand des Kyffhäusers wird in Frankenhausen bereits seit dem Mittelalter Salz gewonnen. Die später festgestellten Heilwirkungen haben die Tradition des Bades begründet. Mit diesem natürlichen Voraussetzungen sieht sich die Stadt voll und ganz dem Kurtourismus verpflichtet, so Bürgermeister Strejc. Die Kyffhäuser-Therme mit dem Kurmittelhaus "Barbarossagarten" ist daher ein wichtiger Baustein für die Sicherung des Prädikats "Sole-Heilbad". So werden die verschiedenen Becken der Therme mit Wasser aus den verschiedenen Solequellen, u.a. der historischen Elisabethquelle gespeist. Verschiedene Heilbehandlungen, wie die Hydrotherapien und Inhallationen, basieren auf der hauseigenen Sole.

Die Stadt als Betreiberin der Therme hat allerdings das Gesamtkonzept der Kurstadt ständig an die äußeren Rahmenbedingungen angepasst. Im Jahr 2010 wurde ein neu gestalteter Gesundheit- und Wohlfühlbereich errichtet, der die Anzahl der Gäste noch erhöhen soll. Diese kommen in erster Linie aus den Hotels und Kliniken der Kurstadt, willkommen wären aber auch immer mehr Tages- und Mehrtagesgäste aus dem weiteren Einzugsbereich wie der Thüringer Städtekette, denen die besondere Qualität des Gesundheits- und Wellness-Angebots der Kyffhäuser-Therme gefällt, stellt Geschäftsführer Knorr fest.

Neben der Ausrichtung des Angebots hat sich die Kyffhäuser-Therme auch auf dem Gebiet der Energieversorgung weiter entwickelt. Mit einem Blockheizkraftwerk der Firma Sokratherm aus Nordhausen können heute erhebliche Betriebskosteneinsparungen in der Strom- und Wärmeversorgung realisiert werden. Nach dreijährigem fehlerfreien Betrieb wird aktuell die Installation eines weiteren BHKW´s auf der Basis von Erdgas erwogen, so der technische Betriebsleiter Dieter Blumentritt.

Für Dirk Adams sind es verschiedene Aspekte, die den erfolgreichen Betrieb eines Bades heute beeinflussen. Auf der einen Seite sind es der Einsatz erneuerbarer Energien bzw. eine hocheffiziente Energienutzung, die einen wirtschaftlichen Betrieb bei ständig steigenden Energiekosten ermöglichen. Selbstverständlich ist es auch das jeweilige Gesamtkonzept, dass einer ständigen Anpassung bedarf. Denn nicht jedes Bad benötigt zwingend eine Rutsche und Wildwasserkanal, um Erfolg zu haben, so der Landespolitiker. Das Konzept muss schlussendlich unverwechselbar sein und sich der Kraft der jeweiligen Kommunen anpassen.

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URL:https://dirkadams.de/presse/2011/expand/341634/nc/1/dn/1/