16.10.2018

Lkw-Parkplätze und bessere ÖPNV-Anbindung: Dirk besucht GVZ und Umschlagbahnhof Vieselbach

Am Rande von Erfurt, entlang der B7 in Richtung Osten liegt nicht nur Erfurts größtes, sondern auch Thüringens zweitgrößtes Gewerbegebiet: Das Güterverkehrszentrum, kurz GVZ. Anfang der 2000er Jahre in einer Krise steckend, hat sich das GVZ nun zu einem attraktiven Knotenpunkt mit vielen ansässigen Firmen wie Ikea, Zalando, der Deutschen Post und zahlreichen mittelständigen Firmen entwickelt. Dirk wollte gerne wissen, vor welchen Herausforderungen das GVZ derzeit steht und hat sich deswegen mit dem GVZ e.V. getroffen.

Bei dem Treffen mit Herrn Brückner und Herrn Myrth aus dem Vorstand des Vereins wurde klar: Besonders der Verkehr ist ein wichtiges Thema für das GVZ. Kein Wunder, haben sich hier doch vor allem Logistikunternehmen angesiedelt. Und wo mehr als 7000 Menschen arbeiten besteht auch ein reger Individualverkehr. Eigentlich solltes es attraktiv für viele Arbeitnehmer*innen sein, hierher mit den Öffentlichen zu fahren - schließlich liegt der Bahnhof Vieselbach nur wenige Kilometer entfernt. Doch bisher gibt es keine ordentlich nutzbare Busverbindung zwischen dem Bahnhof Vieselbach und dem GVZ, genauso wie vom Hauptbahnhof Erfurt aus.

Denn die Busse die fahren, haben nicht nur für viele Unternehmen nicht die richtige Taktung. Es fehlt schlicht an Haltestellen im GVZ. Denn das Zentrum ist groß, und so müssten einige Arbeitnehmer*innen mehr als anderthab Kilometer von der Haltestelle zu ihrer Firma laufen - dafür braucht es schon viel Idealismus. Dazu kommt: Ohne gute ÖPNV-Anbindung keine Lehrlinge, denn diese haben häufig noch gar keinen Führerschein. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden! Darum muss auch diskutiert werden, ob das Linksabbieger-Verbot an der zweiten Ausfahrt gelockert werden kann, um einen neuen Buslienenverlauf zu ermöglichen.

Ein weiteres Problem ist das wilde Parken von wartenden LKWs. Denn im GVZ gibt es keinen LKW-Parkplatz, auf denen die Fahrer*innen ihre Ruhezeiten verbringen oder auf den Liefertermin warten können. Die Folge: Die LKWs stehen am Straßenrand - und blockieren damit oft Zufahrstraßen, wie auch Herr Asse vom Umschlagterminal Vieselbach bestätigt.

Das Umschlagterminal der DUSS GmbH schlägt jährlich rund 20.000 Container um, vom LKW auf die Schiene und anders herum. Und besonders freute es uns zu hören, dass die Nachfrage steigt. Denn aus unserer grünen Sicht ist der Güterverkehr auf der Schiene zukunftsfähiger als der auf den Straßen. Doch dafür muss noch viel an der Infrastruktur der Bahn getan werden!

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